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Japanische Regierung pokert um Fusionsreaktor

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Die japanische Regierung will den Stillstand in den Verhandlungen um den Standort für den geplanten Forschungs-Fusionsreaktor ITER aufbrechen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun, die Regierung wolle 100 Milliarden Yen (rund 740 Millionen Euro) an zusätzlichen Finanzmitteln bereitstellen. Bislang war vereinbart, dass das Land, in dem der Reaktor errichtet wird, rund die Hälfte der Baukosten in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro trägt.

An dem Projekt für den Forschungsreaktor ITER sind die Europäische Union sowie China, Japan, Russland, Südkorea und die USA beteiligt. Der Wettbewerb um den Standort für das Milliardenprojekt befindet sich seit Dezember 2003 in einer Sackgasse. Die EU, Russland und China sind für Cadarache in Frankreich, während die USA, Südkorea und Japan das japanische Rokkasho-Mura unterstützen. Die Standort-Entscheidung könnte nun auf dem nächsten internationalen Treffen im Juni in Wien fallen. (wst)