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Japanische U-Bahn testet Gesichtserkennung als Fahrkartenersatz

Die U-Bahngesellschaft in Osaka testet den Zutritt per Gesichtsscan statt mit Fahrkarte. Die in Japan verbreiteten Masken gegen Erkältung stören dabei jedoch.

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(Bild: pixabay.com)

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In Japan wird erstmals Technologie zur Gesichtserkennung als Ersatz für Fahrkarten an Bahnsteigsperren getestet. Die U-Bahnbetreibergesellschaft in der Hamburger Partnerstadt Osaka stellte am Montag Reportern an einem Bahnhof das neue Verfahren vor, wie die Zeitung Mainichi Shimbun berichtete.

Hierzu lässt der Bahngast zunächst sein Gesicht fotografieren und elektronisch abspeichern. Sobald er an eine der überall in Japan an Bahnhöfen installierten Bahnsteigsperren kommt, die als Fahrkartenentwerter fungieren, erkennt die Technologie das Gesicht und öffnet die Schranke zum Bahnsteig. Das sei gerade für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Babykarre praktisch, da sie keine Fahrkarte oder Monatskarte mit sich führen müssten, hieß es.

Zunächst werde das System ab diese Woche mit Mitarbeitern der U-Bahngesellschaft getestet. Zur Weltausstellung 2025 in Osaka plane man, die Technologie an allen 133 Bahnhöfen der Region einzuführen. Mit Masken, wie sie Japaner bei Erkältungen beziehungsweise Heuschnupfen oder auch als Schutz gegen diese häufig tragen, habe die Gesichtserkennungs-Technologie aber nicht immer funktioniert.

Im vergangenen Jahr hat die australische Fluggesellschaft Quantas am Flughafen von Sydney einen Test begonnen, bei dem Passagiere unter anderem beim Check-in und beim Boarding per Gesichtserkennung erfasst werden; das soll die Abfertigung schneller und angenehmer machen.

Wie Mainichi Shimbun außerdem berichtet (englischer Artikel), ist ein ähnliches System am Kansai-Flughafen bei Osaka im September dieses Jahres in Betrieb gegangen. Es soll das Einreisen mit Kurzzeitvisum beschleunigen. (mit Material der dpa) / (tiw)