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Java für die Grafikkarte

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Phil Pratt-Szeliga, Doktorand an der New Yorker Syracuse University, hat den Quelltext zu seinem Rootbeer GPU Compiler auf Github freigegeben. Er hatte die Software Ende Juni auf der Konferenz High Performance Computing and Communication in Liverpool vorgestellt; der Inhalt dieser Präsentation ist unter der Dokumentation ebenfalls im Github-Verzeichnis abrufbar (PDF).

Der Entwickler vergleicht seinen Compiler mit der Alternative, CUDA- oder OpenCL-Bibliotheken in Java-Code einzubinden, und verweist bei seinem Ansatz auf einen höheren Automatisierungsgrad: Sein Compiler serialisiere komplexe Darstellungen und Objekte von selbst in Arrays primitiver Datentypen. Außerdem analysiere er mittels des Java-Optimierungsframeworks Soot selbstständig den Java-Bytecode und erzeuge automatisch CUDA-Code.

Pratt-Szeliga, der seine Errungenschaft so lange pflegen und weiter entwickeln will, "bis die Programmiersprache Java nicht mehr populär ist", hat dem Compiler-Quelltext von rund 21.000 Zeilen zusätzliche 39 Testfälle mitgegeben, die 7.000 Zeilen Programmcode umfassen. Er gibt an, dass alle Tests sowohl unter Windows als auch unter Linux erfolgreich verlaufen seien. Nicht unterstützt würden allerdings dynamische Methodenaufrufe, native Methoden und Reflection. Auch Garbage Collection sei derzeit noch Zukunftsmusik. (hps)

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