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Java soll 2007 vollständig Open Source werden

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Sun Microsystems plant, erste, wichtige Bestandteile von Java noch in diesem Jahr als Open Source zur Verfügung zu stellen. Das geht aus Äußerungen des Sun-Managers Richard Green hervor, die in Medienberichten zitiert werden. In einem fortlaufenden Prozess sollen alle Code-Bestandteile von Java SE und – wie im August versprochen – Java ME bis zum Ende des ersten Quartals 2007 unter Open-Source-Lizenzen zur Verfügung stehen.

In einem Interview mit Computerworld verweist Green auf Ankündigungen auf der JavaOne im Mai dieses Jahres. Seinerzeit hieß es von Seiten des CEO Jonathan Schwartz, es sei eher eine Frage des "Wie" als des "Ob", dass Java Open Source werde. Nun sagte Green, zusammen mit den Partnern, die zu Java beigetragen haben, arbeite Sun an Lizenzierungsfragen.

Mit OpenOffice, OpenSolaris, dem J2EE-Anwendungsserver Glassfish, der Java-Entwicklungsumgebung Netbeans und den Webservice-Komponenten ist der Konzern bereits bei einigen freien Projekten engagiert. Glassfish, das im Juni 2005 initiierte Projekt, bei dem Enterprise Java per Community Development and Distribution License (CDDL) erhältlich gemacht wurde, bezeichnet Green als den ersten Schritt zu einem Open-Source-Java.

Green hatte Sun nach der Beilegung des Kartellstreits des Unternehmens mit Microsoft im April 2004 verlassen. Im Mai dieses Jahres kehrte er nach einem Intermezzo bei der Cassatt Corporation zum Java-Erfinder zurück und ist dort als Executive Vice President für Software zuständig. (anw)

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