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Jeder zweite Messenger-Nutzer verschickt Sprachnachrichten

Auf einen Mikrophon-Knopf drücken, drauflos reden und die Sprachnachricht abschicken – das machen immer mehr Messenger-Nutzer.

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Jeder zweite Messenger-Nutzer verschickt Sprachnachrichten

Sprachnachrichten zu verschicken wird offenbar beliebter. Mittlerweile machen das 55 Prozent der Nutzer von Kurznachrichtendiensten oder Messenger-Apps. Das hat eine Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom unter 1212 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben; darunter waren 1074 Nutzer von Messenger-Apps.

Unter den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren beträgt der Anteil der Sprachnachrichtenverschicker 73 Prozent. Sowohl in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen als auch bei den 50- bis 64-Jährigen haben jeweils 50 Prozent Sprachnachrichten versendet, in der Generation 65 Plus sind es 31 Prozent.

Für die Versender scheinen die Vorteile von Sprachnachrichten auf der Hand zu liegen: Anstatt Buchstaben zu suchen kann der Nutzer einfach drauflos reden, kurze Infos weitergeben oder zum Geburtstag gratulieren. Für die Empfänger sieht das anders aus. Sprachnachrichten lassen sich nicht mit einem kurzen Blick auf das Smartphone nach ihrer Wichtigkeit prüfen, sie lassen sich auch nicht jederzeit einfach abhören. Auch können die Empfänger in archivierten Sprachnachrichten nicht einfach nach Daten wie zum Beispiel zu einer Verabredung recherchieren, die Nachrichten lassen sich auch nicht als Volltext exportieren.

Eine Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache hatte kürzlich ergeben, dass es den Sprachnachrichten-Versendern vor allem um Zeitersparnis geht. Weniger wichtig war den Befragten, dass sich Emotionen durch Sprachnachrichten besser auszudrücken, der geringe Aufwand oder dass sie sich das Tippen sparen. (anw)

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