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Jenoptik tief in den roten Zahlen

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Der Technologiekonzern Jenoptik will sich künftig auf seine Sparte Optoelektronik konzentrieren; der Verkauf des Konzernbereichs "Clean Systems", der unter anderem Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie baut, belastete das Ergebnis schwer. Insgesamt sei der Verkauf der bisher mit 7200 Beschäftigten und einem Anteil von etwa 80 Prozent am Jenoptik-Umsatz beteiligten M+W Zander Holding weit fortgeschritten, hieß es. Belastet hätten zudem die Kosten für den ursprünglich vorgesehenen Börsengang der Gebäudemanagementtochter M+W Zander Facility Engineering an der Börse Singapur sowie die Verringerung der Beteiligung an der M+W Zander Gebäudetechnik.

Die Verluste im vergangenen Jahr lagen bei 69,4 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Konzern noch 19 Millionen Euro Gewinn eingefahren. Eine Dividende soll auch für 2005 nicht ausgeschüttet werden. Der Umsatz ging von 2,5 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro zurück.

Künftig erwartet der geschrumpfte Jenoptik-Konzern mit der Optoelektronik profitable Geschäfte. Für das laufende Jahr rechnet der Konzernchef Alexander von Witzleben mit einem Wachstum von 10 Prozent. Die Konzernprognose liegt bei einem Umsatz von 420 bis 450 Millionen Euro und einem Gewinn im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Der Optoelektronik-Bereich konnte nach Angaben des Konzerns von 1998 bis 2005 beim Umsatz im Schnitt 33 Prozent jährlich zulegen. (jk)