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Jetzt gehts um die T-Wurst

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In einer Marketing-Kampagne, die ihresgleichen sucht, versucht die Deutsche Telekom derzeit, den Großbuchstaben "T" in Werbelogos für sich allein zu beanspruchen. Das berichtet die "Berliner Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Doch die Aktion nimmt skurrile Ausmaße an. Der Konzern hat sich neben noch vergleichsweise sinnigen Domain-Namen wie t-laden.de auch ziemlich alberne wie t-offline.de, t-beutel.de oder t-wurst.de gesichert.

Die Bevölkerung soll jedes Werbe-T mit der Telekom assoziieren. Das will diese notfalls per Gerichtsgutachten feststellen lassen und mit einem riesigen Budget finanzieren. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" investierte der Konzern zwischen 1994 und 2001 stolze 1,955 Milliarden Euro in Werbung. Das Blatt zitiert Stephan Althoff, den Leiter des Zentralbereichs Markenführung und Werbung bei der Telekom: "Wir müssen solche Rechtsstreitereien bis zum Ende durchziehen, sonst verlieren wir den Rechtsschutz für unsere T-Marken-Familie." Mit diesem Part einer "vorausschauenden Marken-Politik" wolle der Kommunikationsriese "viele Piraten, die Produktnamen kapern", bekämpfen.

Wer die Who-is-Abfrage beim deutschen DENIC, der zentralen Vergabestelle für .de-Domains, bemüht, findet freilich jede Menge Domains, die sich die Telekom noch nicht geschnappt hat, zum Beispiel t-sieb.de, t-uhr.de, t-kanne.de oder t-loeffel.de.

Telekom-Werber und Boykotteure, aufgepasst: t-oder-kaffee.de, ostfriesen-t.de oder und-was-ist-mit-t.de sind sogar noch frei! Diesen Tipp von heise online gibts kostenlos. (se)

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