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Jetzt offiziell: OpenOffice 3.0 ist fertig [Update]

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Bereits gestern tauchten erste Links zur internationalen OpenOffice-Version auf Mirror-Servern im Web auf. Nun steht das Office-Paket für Windows, Linux und Mac OS X offiziell und in Deutsch zum Gratis-Download bereit.

Das als Open Source verfügbare OpenOffice besteht aus der Textverarbeitung Writer, der Tabellenkalkulation Calc, dem Zeichenprogramm Draw, der Präsentationssoftware Impress sowie der Datenbank Base und zeichnet sich in der neuen Version durch ein frischeres Design und zahlreiche Verbesserungen aus. Dazu gehören in der Textverarbeitung Writer die mehrseitige Darstellung von Dokumenten, eine verbesserte Notiz-Funktion und die Möglichkeit, neben konventionellen Dokumenten Wikis fürs Web zu bearbeiten. Die Tabellenkalkulation Calc unterstützt nun 1024 statt bisher 256 Spalten pro Tabellenblatt und bietet verbesserte Funktionen zur Zusammenarbeit, sodass mehrere Nutzer gleichzeitig dieselbe Tabelle bearbeiten können. Zahlreiche Import- und Export-Filter sind eingebaut, Office-2007-Dokumente lassen sich lesen.

Die finale Version von OpenOffice 3 wurde mehrfach verschoben, kommt aber nicht zu spät, um unzufriedenen Anwendern den Umstieg von Microsoft Office zu versüßen – oder den Kauf der aktuellen Version 2007 zu ersparen. Mit der revolutionär neuen Oberfläche auf Basis von Ribbons anstelle von Menüs tun sich viele Anwender von Word, Excel & Co. schwer, gerüchteweise verkauft sich Microsoft Office 2007 viel schlechter als von Microsoft erhofft.

OpenOffice hält dagegen an der gewohnten Bedienphilosophie fest und existiert in Versionen für Windows, Linux und Mac OS X mit identischem Funktionsumfang und einheitlicher Bedienung. Microsoft dagegen ignoriert Linux konsequent und bietet Mac-Nutzern nur Office:mac 2008 an, das sich in einigen Punkten stark von der Windows-Version unterscheidet und dem wichtige Komponenten fehlen.

In Ausgabe 22/08, seit heute im Handel erhältlich, inszenierte die c't-Redaktion ein Duell zwischen OpenOffice und MS Office 2007. Im Vordergrund standen neun praktische, nicht zu simple Aufgaben aus dem Office-Alltag, die vier Anwender zu bewältigen hatten – und die offenbarten, dass beide Pakete ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Ein zweiter Vergleichstest zeigt, wie gut sich OpenOffice 3.0 und Microsoft Office 2007 für Profis, Arbeitsgruppen und Programmierer eignen.

[Update:] Derzeit ist die OpenOffice-Website nur eingeschränkt erreichbar. Laut Florian Effenberger, Marketing-Co-Lead des Projekts, sind die Server überlastet. Der technische Dienstleiter arbeite daran, das Problem zu lösen.

Siehe dazu auch:

(se)

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