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Jippii Group muss Insolvenz anmelden

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Nach der Pleite der deutschen Telecom-Firma Jippii musste nun auch das finnische Mutterunternehmen die Jippii Group Insolvenz anmelden. Ziel sei es aber mittels einer nicht näher beschriebenen Umstrukturierung die Firma zu retten. Nach eigenen Angaben will man trotz des Verfahrens das operative Geschäft in Finnland und den anderen Ländern normal weiterführen.

Die Gründe für den Insolvenzantrag hören sich an wie bei so vielen Telecom-Firmen, die in Schwierigkeiten gerieten: Liquiditätsprobleme und ein schwieriges Marktumfeld zwängen zu der Radikalkur, um nach dem Rückzug aus dem deutschen Markt zumindestens etwas von der Firma zu retten. Zudem sei es laut Jippii Finnland bislang nicht möglich gewesen, die Finanzlage zu verbessern. Nach einer einmaligen Bereitstellung von 'direkten Zahlungen' in Höhe von 20 Millionen Euro soll die Schieflage jedoch behoben werden.

Dass sich auch die Jippii Group verkalkuliert und damit in eine schwierige Lage manövriert hat, war einigen Skeptikern bereits klar, als die Jippii GmbH Ende November 2001 Insolvenz anmelden musste. Damals war das Mutterunternehmen nicht mehr bereit, weiteres Geld in die kränkelnde Firma zu investieren. Bekannt geworden war Jippii hierzulande, als die Firma im Oktober 2000 die Restbestände der insolventen Gigabell übernahm. (daa)