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Jobverlust durch Offshoring in den USA geringer als gedacht

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Das Ergebnis einer von der US-Regierung in Auftrag gegebenen aktuellen Untersuchung zeigt, dass nur eine relativ kleine Anzahl von Arbeitsplätzen durch Verlagerung aus den Vereinigten Staaten verloren geht. Von den rund 239.361 Arbeitsplätzen, die im ersten Quartal verlorenen gegangen sind, seien lediglich 4633 oder zwei Prozent ins Ausland verlagert worden. Betroffen vom Outsourcing waren vor allem Arbeitsplätze der verarbeitenden Industrie.

US-Medienberichten zur Folge kann dieser Bericht des Labor Department dem wahlkämpfenden Präsidenten George W. Bush schaden: In seinen Reden zur Wirtschaftspolitik betonte er stets, dass es US-Unternehmen langfristig nützen werde, Jobs ins Ausland zu verlagern, um die Lohnkosten zu reduzieren.

Von Januar bis Ende März haben 16.021 US-Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz durch Verlagerung des Jobs verloren; aber 62 Prozent davon wurden innerhalb der USA verlagert. "Es scheint nicht so, dass Offshoring die Rolle spielt, die wir angenommen haben", zitiert das Wall Street Journal den Wirtschaftswissenschaftler Jared Bernstein vom Economic Policy Institute. (tol)