Menü

John McAfee steigt ins Bitcoin-Mining ein

Im großen Stil will John McAfee mit seiner Investmentfirma MGT Capital nach Bitcoins schürfen: Ein Mining-Rechenzentrum mit einer Leistung von bis zu 10 Petahash/s soll im US-Bundesstaat Washington entstehen.

John McAfee steigt ins Bitcoin-Mining ein

(Bild: John McAfee)

Die von John McAfee geführte Investmentfirma MGT Capital will im Bundesstaat Washington ein Bitcoin-Mining-Rechenzentrum gründen. Mit speziell darauf ausgelegter Hardware und billigem Strom aus Wasserkraftwerken der Region sollen ab 1. August zunächst zwei Petahash/s an Miningleistung erreicht werden. Ein Ausbau bis 10 Petahash/s sei geplant. Die aktuelle Gesamtleistung des dezentralen Bitcoin-Netzwerks liegt laut Zählung von Blockchain.info bei rund 1389,66 Petahash/s.

Die aktuelle Preisentwicklung des Bitcoin – jüngst erreichte das Kryptogeld ein Zweijahreshoch – sowie die neuen ASIC-Chips aus 16-nm-Fertigung ließen das Investment lohnend erscheinen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein vorhergehender Test mit 100 Terahash/s Leistung habe das bestätigt. Zugleich soll das auch die Brücke für eventuelle Unternehmungen im gehypten Bereich der Blockchain-Anwendungen schlagen. John McAfee sprach hier insbesondere von künftigen Cyber-Sicherheits-Anwendungen, für die die Leistung der Mining-Rechner genutzt werden könne – welcher Art diese Anwendungen sein sollen, führte er nicht aus.

Über die Höhe der Investition wurde keine Angaben gemacht.Die wahrscheinlich an diesem Samstag anstehende Halbierung der Minerbelohnung von 25 auf 12,5 Bitcoin scheint die Investitionsfreude jedenfalls nicht zu bremsen. Konkurrenz wäre übrigens auch schon vor Ort im Bundesstaat Washington: Die Firma Megabigpower betreibt seit 2013 am Standort Wenatchee Mining-Rechenzentren, die Gesamtleistung liegt laut eigenen Angaben derzeit bei 2 Petahash/s.

Mit seiner Investmentgesellschaft MGT Capital will sich John McAfee ein Portfolio an Sicherheitsfirmen und Dienstleistern zusammenstellen. Aktuell stehte die Übernahme der Firmen D-Vasive und Demonsaw an, nach deren Abschluss ist die Umfirmierung auf den Namen "John McAfee Global Technologies“ geplant. Neben seinen Investmentplänen machte er kürzlich auch durch die Gründung einer politischen Partei namens Cyber Party von sich reden. McAfee hatte das gleichnamige Virenschutzunternehmen gegründet, das inzwischen in Intel aufgegangen ist. (axk)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige