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Jolla spaltet Hardware-Geschäft ab

Jolla will sich auf die Software-Entwicklung und -Lizenzierung konzentrieren. Derweil verzögert sich die Auslieferung des Tablets des Unternehmens.

Tablet und Smartphone

Der finnische Smartphone-Hersteller Jolla plant, sein Hardware-Geschäft auszugliedern. Dazu soll eine neue Firma gegründet werden, die Jollas bisherige Hardware-Geschäfte übernimmt. Weitere Details zum bisher lediglich als "Jolla devices" umschriebenen Unternehmen sollen nach dem Sommer bekannt gegeben werden.

Jolla sehe seinen Fokus in der Software-Entwicklung. Dazu zähle auch die Lizensierung von Sailfish OS an andere Gerätehersteller. Das gab das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete Unternehmen heute in einer Pressemitteilung bekannt.

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Unerwartete Hardware-Probleme sorgen bei der Auslieferung des Tablets für Verspätungen.

Bisher hat Jolla das gleichnamige Smartphone im Angebot sowie ein Tablet in der Entwicklung. Beide wurden teilweise durch Crowdfunding finanziert. Die Auslieferung des Tablet verzögert sich, weil es Probleme mit dem Display gibt. Bereits im April hatte Jolla aus Qualitätsgründen sich für ein anderes Display entschieden als ursprünglich geplant. Die Anpassungen durch den Wechsel sind aber wohl komplexer als gedacht. Das auf das Tablet angepasste Sailfish 2.0 soll dagegen weitestegehend fertig sein. Genaueres will Jolla kommende Woche auf dem Mobile World Congress Shanghai vorstellen.

Bei Jolla selbst gibt es zudem einen Wechsel an der Unternehmensspitze. Der bisherige CEO Tomi Pienimäki verlässt Jolla nach gut zwei Jahren wieder. Neuer CEO wird Mitgründer Antti Saarnio, der bisher Vorstandsvorsitzender war. (Keywan Tonekaboni) / (jo)

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