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Jolla will einige Tablets ausliefern und das Projekt gleichzeitig beenden

Kurz vor Weihnachten stand die Zukunft des Jolla Tablet noch in den Sternen. In einem Neujahrsgruß äußerte sich der Firmensprecher jetzt zu dessen Zukunft.

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Jolla will einige Tablets ausliefern und das Projekt gleichzeitig beenden

In einem Neujahrsgruß äußert sich der finnische Smartphone-Hersteller Jolla zu den Plänen seines Tablet-Projekts. Demzufolge will der Hersteller, der aus Nokia hervorgegangen war, eine kleine Charge der per Crowdfunding finanzierten Geräte Anfang 2016 ausliefern – und damit gleichzeitig das Tablet-Projekt beerdigen.

Bei dieser kleinen Charge wird Jolla nicht alle Vorbesteller bedienen können, räumt der finnische Hersteller im Firmenblog ein. Zusammen mit den im Herbst 2015 neu eingestiegenen Finanzierern will man eine Lösung für die leer ausgegangenen Kunden finden, die ja bereits für das Tablet gezahlt haben. Firmensprecher Juhani Lassila verspricht im Neujahrsgruß, dass sie nicht mit leeren Händen dastehen werden und deutet Überraschungen für die Zukunft an. Unklar bleibt aber, ob die Kunden ihr Geld zurück erhalten werden.

Das Tablet-Projekt wurde im November 2014 über eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und hatte bereits nach 36 Stunden das Dreifache des Finanzierungsziels erreicht. Ursprünglich für den Sommer 2015 angekündigt, hatte Jolla den Auslieferungstermin wegen finanzieller Turbulenzen immer weiter verschoben. Im Herbst wurden schließlich einige wenige Jolla Tablets ausgeliefert.

Die gröbsten finanziellen Probleme hatte Jolla durch den Einstieg neuer Geldgeber kurz vor Weihnachten überwunden. Die Zukunft des Tablets stand aber in den Sternen. Sicher war lediglich, dass Jolla die Lizenzierung des Betriebssystems Sailfish OS fortsetzen werde. (db)