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Jon Rubinstein macht Netzbetreiber für schlechte Palm-Zahlen verantwortlich

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Im Rahmen der Bekanntgabe der Ergebnisse des dritten Quartals seines Geschäftsjahres sprach Palm-CEO Jon Rubinstein auch über die Gründe, warum die WebOS-Smartphones des PDA-Pioniers sich nicht so gut verkaufen würden wie erwartet. Er machte vor allem die Unterstützung durch den amerikanischen Netzbetreiber Verizon Wireless dafür verantwortlich, wie nun amerikanische Medien berichten.

Mit dem Netzbetreiber Sprint habe man eine Vereinbarung getroffen, dass Sprint das Palm Pre exklusiv vertreiben dürfe und dafür in das Marketing investiere, wird Rubinstein zitiert. Nun ist das Pre auch bei Verizon erhältlich, doch Verizon habe sich vor allem um das Motorola-Smartphone Droid (das in Deutschland unter dem Namen Milestone erhältlich ist) gekümmert. Wenn das Pre früher bei Verizon erhältlich gewesen wäre, hätte es bei den Kunden mehr Aufmerksamkeit erhalten – und da das Pre nach Rubinsteins Ansicht das bessere Smartphone ist, hätten die Verkaufszahlen weit höher gelegen.

Diese Diskussion zeigt vor allem, wie wichtig die Netzbetreiber im amerikanischen Markt immer noch sind. In Deutschland war das Pre zwar zunächst exklusiv bei O2 erhältlich, doch konnten interessierte Kunden das Gerät kurze Zeit später auch ohne Providerbindung erwerben und mit Hilfe eines günstigen Discounter-Tarifs betreiben.

Elevation Partners, die größte Investorengruppe hinter Palm, hält jedoch weiterhin zu Palm und dem Chef des Unternehmens. Mehr als 400 Millionen Dollar hat Elevation Partners bereits in das Unternehmen investiert, der ehemalige Palm-Chef Ed Colligan wechselte zudem nach der Übergabe des Chefsessels zu der Investorengruppe. Der Aktienkurs von Palm war am vergangenen Freitag auf 4 US-Dollar gesunken, dies markiert den tiefsten Stand seit 14 Monaten.
(ll)