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Jüngere schauen Videos mehr auf Smartphones als am Fernseher

Der Fernseher verliert in der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen seine Spitzenposition in der Videonutzung.

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(Bild: die-medienanstalten.de)

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Der Fernseher bleibt einer Studie zufolge in Deutschland das wichtigste Gerät für die Bewegtbildnutzung – allerdings nicht bei sehr jungen Leuten. 32,2 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sehen das Smartphone als wichtigstes Empfangsgerät für den Videokonsum, wie aus dem Digitalisierungsbericht Video 2019 der Landesmedienanstalten hervorgeht. Dieser wurde am Donnerstag auf den 33. Medientagen München vorgestellt. Der Fernseher verliere damit in dieser Altersgruppe seine Spitzenposition. 25,7 Prozent nannten ihn als wichtigstes Gerät zur Videonutzung.

Betrachtet man alle befragten Altersgruppen, so bleibt der Fernseher weiterhin das wichtigste Gerät, wie es in dem Bericht weiter heißt. 56,6 Prozent gaben dies an. Im Trend betrachtet nehme die Relevanz des Fernsehgerätes allerdings um etwa sieben Prozentpunkte ab. 11,5 Prozent sehen das Smartphone als wichtigstes Gerät für den Videokonsum an. Danach kommen Laptop (10,2 Prozent), Desktop PC (8,3 Prozent) und Tablet (5,1 Prozent).

Der Digitalisierungsbericht wird seit 2005 jährlich auf Grundlage einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von mehr als 6000 Haushalten erhoben. Darin heißt es, ein Hinderungsgrund für die Videonutzung im Internet sei neben der mangelnden Abdeckung das Preismodell in Deutschland. Datenvolumen in deutschen Mobilfunkverträgen seien noch weit teurer als im europäischen Ausland, das enthaltene Datenvolumen vergleichsweise gering.

In den vergangenen vier Jahren ist laut Digitalisierungsbericht Video die Zahl derjenigen, die primär lineare Bewegtbildangebote wie klassisches Fernsehen oder Livestreams im Internet nutzen, von 74 Prozent auf 64,5 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum stieg die Menge derjenigen, die überwiegend nicht-lineare Angebote wie Video on Demand oder selbst aufgezeichnete Sendungen nutzt, von 16,2 Prozent auf 26,8 Prozent. Nutzer nicht linearer Angebote sind mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren deutlich jünger als diejenigen, die primär lineare Programmangebote schauen; die sind im Schnitt 56 Jahre alt.

39,5 Prozent der Befragten nutzen Youtube, 35,6 Prozent Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender und 23,6 Prozent solche der Privatsender. 26,8 Prozent nutzen Netflix, 25,4 Prozent Amazon Prime Video und 6,7 Prozent DAZN. (mit Material der dpa) / (anw)