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Jugend und Medien: Fernsehen ist dominant

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Jugendliche schauten auch im Jahr 2000 lieber fern, als Radio zu hören oder vor dem Computer zu sitzen. Befragt nach dem für sie wichtigsten Medium nannten 34 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen als Erstes das Fernsehen. 1998 war noch für 37 Prozent der Heranwachsenden das Fernsehen das bedeutendste Medium. Ebenfalls seit 1998 haben Computer und Internet in der Gunst der Jugendlichen um drei Prozent zugelegt. Im Jahr 2000 waren das Radio und der Rechner mit Internetzugang für jeweils 23 Prozent der Jugendlichen das wichtigste Medium. Nur jeder Zehnte der 1.200 befragten Jugendlichen findet Zeitungen und Zeitschriften am wichtigsten.

61 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen sitzen täglich vor dem Fernseher. Auf stolze 118 Minuten Sehdauer pro Tag bringen es die Jugendlichen dabei im Schnitt. Zum Vergleich: 1992 lag die Sehdauer bei 99 Minuten, 1998 bei 117. Nach den Daten der Fernsehforschung geht die Fernsehnutzung leicht zurück, was auf eine gewisse Fernsehmüdigkeit bei älteren Jugendlichen in den neuen Bundesländern zurückgehen soll. Ob auch das Internet hier eine Rolle spielt, könne derzeit noch nicht festgestellt werden, heißt es in der Untersuchung.

Die Fernsehnutzung in der Gesamtbevölkerung lag im Jahr 2000 bei 203 Minuten täglich; 1999 waren es 198 Minuten. Die stärksten Fernsehtage sind weiterhin Freitag bis Sonntag. Insgesamt hat sich die Bedeutung des Fernsehens nach den Erkenntnissen der Medienforschung des Südwestrundfunks (SWR) in den vergangenen Jahren etwas verringert. Der heimische Rechner werde in den kommenden Jahren das Radio auf den dritten Platz verdrängen, so die Prognose. Seit 1998 haben die Hörfunkprogramme dem Bericht zufolge drei Prozent Zustimmung eingebüßt. Rund 60 Prozent der befragten Jugendlichen nutzten den Computer oder das Internet, das sind zwölf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

92 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen hören mehrmals in der Woche Musikkassetten oder CDs. In einem Buch lesen der Untersuchung zufolge nur noch 36 Prozent der Jugendlichen an mehreren Tagen in der Woche. (mbb)