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Justizministerin: Konsequenzen aus Facebook-Datenskandal ungenügend

Bundesjustizministerin Katarina Barley sieht weiteren Handlungsbedarf bei Facebook nach dem Datenskandal um Cambridge Analaytica und fordert mehr Kontrolle.

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Facebook

(Bild: dpa, Tobias Hase)

Cambridge Analytica und die Facebook-Profile

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat das soziale Netzwerk Facebook für dessen Verhalten nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica kritisiert. "Wir sehen, dass die Konsequenzen daraus noch nicht genügend gezogen worden sind", sagte die SPD-Politikerin am Montag vor einem Treffen der EU-Justizminister in Luxemburg.

"Dass jetzt zum Beispiel wieder Gesichtserkennung eingeführt wird, ist nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme." Zudem sei noch immer unklar, inwieweit europäische und deutsche Nutzer von dem Datenleck mit Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen seien.

Kontrolle der Algorithmen

Der Facebook-Datenskandal war auf Betreiben der deutschen Ministerin auf die Tagesordnung der Justizminister gekommen. Barley sprach sich am Montag für eine Kontrolle der Algorithmen des sozialen Netzwerks aus. "Algorithmen sind Rechenoperationen, mit denen Menschen in Schubladen gesteckt werden können. Und es ist wichtig, dass sowohl die Staaten als auch die Betroffenen selbst wissen, nach welchen Kriterien das erfolgt." Zudem müsse es – wie beim Telefonieren auch – möglich sein, über verschiedene Anbieter miteinander zu kommunizieren. "Das wäre aus meiner Sicht ein guter Weg, um Marktmacht zu brechen und um datenschutzfreundlicheren Unternehmen (...) eine Chance zu geben."

Siehe dazu auch:

(olb)

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