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Justizministerin Lambrecht spricht sich gegen Klarnamenpflicht im Internet aus

Eine Pflicht zur Benutzung des Klarnamens im Internet soll es nicht geben. Bundesjustizministerin Lambrecht sieht zu viele Stolpersteine.

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(Bild: Susie Knoll)

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Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt eine Klarnamenpflicht im Internet ab. "Eine Klarnamenpflicht im Netz halte ich nicht für richtig – allein schon, weil man gar nicht weiß, ob der Name, der da genannt wird, echt ist", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ich kann mich auch 'Heinz Müller' nennen und heiße gar nicht Heinz Müller. Es kann auch mehrere Heinz Müllers geben. Da hilft der Klarname also nicht weiter."

Es gehe vielmehr darum, ermitteln zu können, wer da eigentlich im Netz unterwegs sei: "Und dabei spielt eine wichtige Rolle, dass man die IP-Adresse feststellen kann." Lambrecht forderte zugleich eine adäquate Ausstattung von zuständigen Staatsanwaltschaften. Insbesondere im Kampf gegen Hass im Netz gibt es immer wieder Forderungen nach einer Klarnamenpflicht. Im Mai hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für eine Klarnamenpflicht als ein Instrument gegen Hetze im Netz ausgesprochen.



(olb)