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KKH-Allianz will Personalausweis und Gesundheitskarte zusammenbringen

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Die KKH-Allianz und Atos Origin haben auf der eHealth Conference 2010 in Hannover die Verknüpfung von elektronischer Gesundheitskarte und dem elektronischen Personalausweis vorgestellt. Versicherte sollen sich dabei via Internet mit dem neuen Personalausweis authentifizieren und dann auf gespeicherte Daten der Gesundheitskarte zugreifen können.

Möglich wird das Angebot durch einen Kartenleser der Firma SCM Microsystems, der mit der kontaktbehafteten Gesundheitskarte wie mit dem kontaktlosen Personalausweis kommunizieren kann. Dieses Lesegerät wird zusammen mit einem IT-Sicherheitskit allen Versicherten der KKH-Allianz ab Oktober kostenlos zur Verfügung gestellt, wenn sie sich anschließend einen elektronischen Personalausweis besorgen. Die kostenlose Ausgabe der Kartenleser wird mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II finanziert.

Ziel des Projekts der KKH-Allianz ist es, dass sich Anwender schnell mit beiden Kartentypen anfreunden und im Zusammenspiel der Karten auch für die Zahlung ärztlicher Leistungen benutzen, wie die Krankenkasse versichert. Gegen die jüngst aufgekommene Kritik der Sicherheit dieser Kartenleser durch den Chaos Computer Club (CCC) und die TV-Sendung Plusminus verwahrt man sich bei den Projektpartnern: "Oberste Priorität hatte bei der Entwicklung dieser technischen Neuheit der Schutz der Versichertendaten vor dem Zugriff Unbefugter, der durch ein spezielles Verschlüsselungsverfahren gewährleistet ist." Details zu diesem speziellen Verschlüsselungsverfahren sind noch nicht verfügbar, sollen aber bis zum Start der Personalausweisausgabe im November vorgestellt werden. (pmz)