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KPNQwest NV endgültig insolvent

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Der niederländische Carrier und IT-Service-Anbieter KPNQwest NV wird heute nachmittag endgültig Insolvenz anmelden. Das bestätigte der deutsche Firmensprecher Thilo Huys im Gespräch mit heise online. Damit sei auch eine Insolvenz der deutschen KPNQwest Germany GmbH unvermeidlich. Voraussichtlich in der nächsten Woche stehe der Gang zum Amtsgericht an. Die niederländische Konzernmutter wolle am heutigen Freitagabend eine Stellungnahme abgeben. Bereits vor wenigen Tagen hatte KPNQwest NV ein Zahlungsmoratorium nach niederländischem Konkursrecht beantragt; der damit verbundene Reorganisationsversuch des Unternehmens ist nunmehr offensichtlich gescheitert. Danach kommt es nach dem Konkursrecht zur Vermögensveräußerung und letztlich dem Untergang des Unternehmens.

Noch gestern sah es so aus, als könne KPNQwest NV den totalen Bankrott, mit dem jetzt die Zerschlagung des Konzerns einhergehen wird, abwenden. Bis heute Nachmittag wollte man eigentlich erste Verkaufsabschlüsse von nicht-kritischen Unternehmensteilen präsentieren. Offenbar hat diese Zusage den Gläubigerbanken nicht gereicht. CEO Jack McMaster teilte seinen Mitarbeitern in einer Telefonkonferenz resigniert mit: "Es ist alles aus!"

Auch die gestrige Zusage, KPNQwest könne den Betrieb seines paneuropäischen Glasfasernetzes für mindestens vier bis sechs Wochen aufrechterhalten, ist jetzt wohl nichts mehr wert. "Wir wissen momentan nicht, wie lange es noch weitergeht", sagte Huys. Allen Kunden und Partnern rate KPNQwest dringend, sich möglichst schnell neue IP-Netzwerkanbindungen beziehungsweise Unterbringungsmöglichkeiten für ihre Server und Services zu suchen.

Zur Situation bei KPNQwest siehe:

There's an English version of the article available with some background information from prior German articles: KPNQwest Files For Bankruptcy. (hob)

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