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Kabel Deutschland: Privatsender ab April frei empfangbar

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Der in 13 Bundesländern tätige Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KD) wird nach Angaben gegenüber heise online im Lauf des April dazu übergehen, die bislang (grund-)verschlüsselt digital übertragenen Kanäle der Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 (P7S1) frei anzubieten.

Kabel Deutschland vollzieht diesen Schritt auf Wunsch der Sendergruppen, die sich in einem Bußgeld-Verfahren wegen wettbewerbswidriger Absprachen bei der TV-Grundverschlüsselung verpflichtet hatten, ihre wesentlichen Programme in SD-Qualität für einen Zeitraum von zehn Jahren unverschlüsselt auf den Übertragungswegen Satellit, Kabel und IPTV anzubieten. Kabel Deutschland hatte nach Bekanntwerden der Verpflichtung zunächst sehr zurückhaltend reagiert und angekündigt, erst einmal die Rechtslage prüfen zu wollen.

Konkret lassen sich ab April über das KD-Netz die Programme RTL, RTL II, SuperRTL, Vox, n-tv, ProSieben und Sat.1 über jeden Fernseher mit integriertem DVB-C-Tuner, über jeden DVB-C-Receiver sowie über Rechner mit DVB-C-Empfang (Einsteckkarte oder externe Box) empfangen und gegebenenfalls aufzeichnen. Die Aufhebung der Verschlüsselung gilt jeweils für die Ausstrahlung in Standardauflösung, nicht in HD-Qualität. Für den Empfang der HD-Kanäle der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppe ist weiterhin ein Abonnement ("Privat HD"-Paket) nötig.

Da Gegenstand des angesprochenen Bußgeldverfahrens nur RTL und ProSiebenSat.1 waren, gibt es für alle anderen Sender vorläufig aufgrund der aktuell bestehenden Einspeisungsverträge keine Änderungen. Unter anderem werden sich bei Kabel Deutschland etwa die als Spartensender positionierten Kanäle "RTL Nitro" und "Sixx" (P7S1) auch weiterhin nur mit einer gültigen Smartcard empfangen lassen. (nij)