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Kabel Deutschland forciert Internet-Geschäft

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Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland will sein Geschäft mit Internet-Zugängen massiv ausbauen. "Es gibt ein riesiges Potenzial für breitbandige Internet-Anschlüsse", sagte der zuständige Direktor Christian Dahlen heute in München. Laut konservativen Prognosen werde die Zahl der Anschlüsse bis 2010 von 4,5 Millionen auf 12 Millionen Haushalte ansteigen. Die Kabel Deutschland GmbH (KDG) wolle sich einen großen Teil davon sichern. Die Gesellschaft zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Kartellbehörden den jüngsten Übernahmen von regionalen Betreibern zustimmen.

Kabel Deutschland hatte im April die Übernahme der Betreiber ish (Nordrhein-Westfalen), iesy (Hessen) und Kabel Baden-Württemberg bekannt gegeben. Dadurch steigt das Unternehmen, das im Besitz von Finanzinvestoren ist, zum alleinigen Anbieter von Kabelfernsehen mit mehr als 17 Millionen angeschlossenen Haushalten auf. "Wir hoffen, dass die Kartellbehörden bis Ende des Jahres zustimmen", sagte Dahlen. Bisher gebe es aber noch keine Signale.

Die KDG will die Netze nicht nur für das Fernsehen nutzen, sondern den Kunden Multimedia-Angebote machen. Nach Berlin, Leipzig und Bayreuth vermarktet das Unternehmen jetzt auch in München seinen Breitbandinternet-Zugang über das Kabel. Damit steht Kabel Deutschland in direkter Konkurrenz zur Deutschen Telekom mit ihren T-DSL-Anschlüssen. "In den Gebieten, die wir vermarkten, wollen wir der führende Anbieter sein", sagte Dahlen. In München sei dafür ein höherer einstelliger Millionenbetrag investiert worden, weitere Städte sollen folgen. Das KDG-Breitband-Angebot sei günstiger, schneller und sicherer als T-DSL. Für den KDG-Anschluss sind einschließlich Grundgebühr im günstigsten Tarif mindestens rund 20 Euro im Monat fällig. (dpa) / (anw)