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Kabel Deutschland knackt 200-MBit/s-Marke

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Kabel Deutschland hat nach eigenen Angaben bei einem Test für neue, schnellere Internetzugänge Download-Bandbreiten von 200 MBit/s erreicht. Bislang bieten die Kabelnetzbetreiber maximal 32 Mbit/s im Downstream und 2 MBit/s im Upstream. Das liegt vor allem an Einschränkungen des bislang verwendeten DOCSIS-2.0-Protokolls. Über einen Digitalkanal im Kabelnetz lassen sich derzeit rund 50 MBit/s übertragen. Das neue DOCSIS 3.0, das für den Test eingesetzt wurde, kann mehrere dieser Kanäle bündeln und kommt damit auf wesentlich höhere Bandbreiten.

Allerdings teilen sich alle an einem Segment angeschlossenen Teilnehmer die Bandbreite der dafür reservierten Kanäle, üblicherweise kommen vier zum Einsatz. Ein Kabelbetreiber kann anders als ein DSL-Betreiber die technisch maximal erzielbare Geschwindigkeit am jeweiligen Anschluss garantieren -- die tatsächlich erzielte hängt jedoch von der aktuellen Auslastung der Ressourcen im jeweiligen Kabelsegment beziehungsweise auf dem jeweils genutzten Kanal ab.

Kabel Deutschland rechnet vor, dass das TV-Kabel eine Gesamtbandbreite von 5 GBit/s ermögliche. Das wäre aber nur dann möglich, wenn nicht gleichzeitig noch Rundfunk übertragen würde. 33 analoge und rund 200 digitale Programme belegen bereits heute etwas mehr als die Hälfte der verfügbaren Bandbreite, die für die Internetnutzung reservierten 200 MBit/s auf vier Kanälen im Downstream haben daran einen vergleichsweise kleinen Anteil, der sich bei Bedarf noch aufstocken ließe. Mögliche Engpässe lassen sich in den Kabelnetzen auch dadurch beseitigen, dass die Segmente verkleinert werden, indem beispielsweise aus einem Segment mit 200 Kunden zwei Segmente gemacht werden, die jeweils nur 100 Kunden versorgen. (uma)