Menü

Kabel Deutschland schaltet ein Drittes Programm im Analog-Netz ab

Noch in diesem Jahr müssen alle Kabelnetzbetreiber in Deutschland gemäß der Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV) der Bundesnetzagentur die analoge Nutzung der Kanäle S04 und S05 beenden. Die Sicherheitsfunk-Schutzverordnung regelt den Schutz von Sende- und Empfangsfunkanlagen, die in definierten Frequenzbereichen zu Sicherheitszwecken betrieben werden, darunter beispielsweise der Flugsicherungsfunk.

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Deutschland (KDG) hat bekanntgegeben, welche Auswirkungen die Verordnung auf das analogen Programmangebot im seinem Netz hat. Demnach wird in Abstimmung mit den Rundfunkanstalten der ARD in jedem Bundesland die analoge Verbreitung eines öffentlich-rechtlichen Dritten Programms eingestellt. Zusätzlich werden private TV-Programme verlegt, in Kanalteilung ausgestrahlt oder analog abgeschaltet. Die Umsetzung der SchuTSEV erfolgt schrittweise in der Zeit vom 2. August bis spätestens 20. November 2010. Kabelkunden werden laut KDG in der Regel etwa sieben Tage vor der Änderung über Laufschriften auf den betreffenden und reichweitenstärksten Kanälen informiert.

In Bayern, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen fällt künftig die analoge Ausstrahlung des WDR-Fernsehens weg, in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wird das Bayerische Fernsehen nicht mehr analog im KDG-Kabel zu empfangen sein. KDG-Kunden in Bremen und Hamburg müssen fortan auf MDR-Fernsehen verzichten, Kunden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf NDR-Fernsehen. In einzelnen Kabelnetzen sind Abweichungen möglich. Informationen zur Umbelegung sowie die künftige analoge Kanalbelegung können Kunden für ihre Adresse unter dem eigens hierfür eingerichteten Link www.kabeldeutschland.de/kanalumbelegung rund eine Woche vor Beginn der technischen Realisierung im Internet abfragen.

Alle Programme, so auch die Dritten Programme der ARD, sind weiterhin auf digitalem Wege (DVB-C) zu empfangen. Auf Grund gesetzlicher Vorgaben wird ARTE zudem zukünftig auch im analogen Kabelangebot rund um die Uhr ausgestrahlt . Dies gilt derzeit noch nicht in Niedersachsen. (nij)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige