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Kabel-Riese plant Gebühr für RTL und Co.

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Der Empfang der privaten TV-Kanäle von Sat1 bis Tele5 sollen im digitalen Kabel des privaten Quasi-Monopolisten Kabel Deutschland bald nicht mehr mit der Zahlung der GEZ-Gebühren abgedeckt sein. Kabel Deutschland, zurzeit mit dem Aufkauf der TV-Kabelbetreiber in einigen Regionen beschäftigt, pocht darauf, dass die Privaten -- im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten -- nicht zur Grundversorgung der TV-Zuschauer gehören; daher sollen die Zuschauer für ihren Empfang per digitalisiertem TV-Kabel (DVB-C) einmalig 60 Euro Freischaltgebühr oder sieben Euro im Monat zahlen -- wobei in der Monatsgebühr auch einzelne Kanäle des Pay-TV-Senders Premiere enthalten wären. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Die Zeitung zitiert in ihrem Bericht ein internes Papier, in dem es heißt: "Das ist der Preis des modernen Fernsehens". Bis Ende des Jahrzehnts kalkuliert die Kabelfirma mit mindestens 4,4 bis 5,2 Millionen eigenen Digital-Kunden, wie aus den Dokumenten hervorgeht. Bislang bedient sie erst 80.000 Nutzer, die ausländische Kanäle ordern, per digitalem TV-Kabelempfang; der Abo-Sender Premiere hat nach eigenen Angaben 2,9 Millionen Kunden. Für die privaten Fernsehsender sind die Vorhaben von Kabel Deutschland aber nicht akzeptabel: "Es ist ein grundsätzliches Problem, wenn wir anders behandelt werden als ARD und ZDF", sagte RTL-Generalsekretärin Ingrid Haas der Zeitung. (tol)