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Kaby Lake-G: Intel stellt Kombiprozessoren mit AMD-Grafikchip ein

Nur drei Notebook-Designs haben es jemals mit der Multi-Chip-CPU bestehend aus vier Rechenkernen und Polaris-Vega-Hybrid in den Handel geschafft.

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(Bild: Intel)

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Die Tage eines der kuriosesten Stücke Silizium der letzten Jahre sind gezählt: Intel überführt die Kombiprozessoren mit Codenamen Kaby Lake-G in den End-of-Life-Status (EOL) und liefert sie nur noch bis Mitte 2020 aus. PC-Hersteller können die sieben Modelle vom Core i5-8305G bis zum Core i7-8709G noch bis Ende Januar 2020 bestellen.

Kaby Lake-G vereint einen Vierkern-Prozessor von Intel mit einem 1536 Shader großen Grafikchip von AMD. Letzteren vermarkten beide Chiphersteller als Radeon RX Vega, allerdings verbirgt sich hinter dem Namen eine GPU mit älterer Polaris-Architektur, die lediglich ein HBM2-Speicher-Interface erhalten hat. Der HBM2-Stapel ist über Intels Embedded Multi-Die Interconnect Bridge mit AMDs GPU verbunden.

Zur Vorstellung auf der CES im Januar 2018 ließ Kaby Lake-G bereits Augenbrauen hochzucken. Die Akzeptanz unter den PC-Herstellern fiel seitdem überschaubar aus: Aktuell gibt es nur zwölf 2-in-1-Notebooks mit den Kombiprozessoren, die auf drei unterschiedlichen Designs basieren. Diese laufen mit dem EOL-Status von Kaby Lake-G aus. Intel selbst bietet die NUC-PCs 8i7HVK und NUC8i7HNK alias Hades Canyon an.

Intel: Mini-PCs NUC 8i7HVK und NUC8i7HNK (4 Bilder)

(Bild: Intel)

Die Einstellung der Prozessorfamilie überrascht nicht. Voraussichtlich ab 2020 wird Intels Grafikarchitektur Xe marktreif sein. Ende kommenden Jahres sollen die ersten dedizierten Grafikkarten erscheinen. Außerdem wird die Gen12-GPU vom Ice-Lake-Nachfolger Tiger Lake auf Xe setzen. Sollte Intel in Zukunft einen Markt für Multi-Chip-Module mit stärkerer Grafik sehen, wird darauf vermutlich eine eigene GPU sitzen. Alternativ könnte Intel künftig die integrierte Grafikeinheit weiter nach oben skalieren und so Kombiprozessoren mit stärkerer Grafikleistung anbieten. (mma)