Kalifornisches Start-up meldet Fortschritt mit Festkörperakku

Das Start-up Seeo aus Kalifornien hat den Prototypen eines lithium-Ionen-Akkus entwickelt, der doppelt so viel Energie speichert wie konventionelle. Die ersten Kunden sollen im kommenden Jahr beliefert werden.

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Kalifornisches Start-up meldet Fortschritt mit Festkörperakku
Von
  • Sascha Mattke

Mit einem so genannten Festkörperakku kommt das kalifornische Start-up Seeo nach eigenen Angaben auf eine gegenüber konventionellen Lithium-Ionen-Akkus verdoppelte Speicherkapazität. Damit ließen sich entweder deutlich billigere oder deutlich reichweitenstärkere Elektroautos bauen, berichtet Technology Review.

Bei Festkörperakkus kommen statt eines flüssigen Elektrolyten zwei feste Polymerschichten als Elektrolyt zum Einsatz. Außerdem verwendet Seeo reines Lithium. Dabei können sich normalerweise leicht Ablagerungen bilden, die zu Kurzschlüssen führen. Anders als andere Unternehmen mit ähnlichen Konzepten konnte Seeo dieses Problem jedoch nach eigenen Angaben lösen, ohne dafür eine geringere Speicherkapazität in Kauf nehmen zu müssen.

Im nächsten Jahr will Seeo die ersten Akkus zur Evaluation an Kunden liefern. Noch allerdings ist nicht klar, wie oft sie sich wieder aufladen lassen – in einem noch laufenden Test haben die Prototypen bislang 100 Zyklen geschafft. Zudem gibt es Konkurrenz durch konventionelle Lithium-Ionen-Akkus, die ebenfalls besser und zugleich immer billiger werden.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(Korrektur, 08.01.2015, 10:43 Uhr: In dem Artikel war ein Fehler, es wurde fälschlicherweise behauptet, dass reines Lithium als Elektrolyt fungiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.)