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Kamera-Zertifizierung: Google startet "Street View Ready"-Programm

Private Google-Nutzer können seit einigen Monaten auch Bildmaterial für Street View liefern. Google führt dafür nun spezielle Zertifikate für 360-Grad-Kameras ein.

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Google Street View

Die Zertifizierung der 360-Grad-Kameras durch Google sieht vier unterschiedliche Gruppen vor.

(Bild: Google)

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Seit Mai 2016 können Google-Nutzer den Online-Dienst Streew View mit eigenen 360-Grad-Panoramen erweitern. Per Smartphone, Kamera oder aus Einzelbildern, die am PC zusammengefügt werden, entstehen so neue Blickwinkel innerhalb der Straßenansicht von Google Maps. Mit einer speziellen Kamera-Zertifizierung für Street View will Google diese Nutzerbeteiligung künftig vereinfachen.

Der neue Standard soll von zwanzig 360-Grad-Kameras unterstützt werden, die in diesem Jahr in den Handel kommen. Besitzer dieser Modelle könnten die Street-View-Datenbank laut Google deutlich einfacher erweitern. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Spaziergang, ein Ausritt oder eine Radtour aufgezeichnet werden: Der Nutzer lädt sein Video im Anschluss an seinen Ausflug auf die Google-Server, diese wandeln die Bewegtbilder Frame für Frame in das aus Street View bekannte Rundumsicht-Erlebnis um.

Die "Street View Ready"-Zertifizierung unterteilt Google in vier Kategorien: 360-Grad-Kameras mit "Street View Mobile Ready"-Klassifizierung können Videos direkt über eine mobile App hochladen, eine Bearbeitung am PC ist nicht nötig. Als Hersteller nennt Google hierfür Giroptic, NCTech, 360Fly und Kenxen.

"Street View Auto Ready" umfasst hingegen Kameras, die sich auf einem Fahrzeug montiert bewegen. Das Label sollen Kameras von Sphericam, Z CAM, Insta360 und NCTech erhalten.

Geräte mit der Klassifizierung "Street View VR Ready" sammeln zusätzlich Geometriedaten der Umgebung, mit denen sich die geschossenen 360-Grad-Videos verbinden lassen. Die Hersteller Matterport, NCTech und InsideMaps sollen hierfür passende Kameras auf den Markt bringen.

Die vierte Stufe namens "Street View Workflow Ready" umfasst bekannte Hersteller wie Samsung oder GoPro. Für den Upload in Street View sind jedoch Publishing-Tools notwendig, die der Kamera teilweise beiliegen sollen. Erst nach einer Bearbeitung im Programm erfolgt der Upload zu Street View.

Google will weitere Hersteller von 360-Grad-Kameras für eine Teilnahme am „Street View Ready“-Programm gewinnen. Hierfür wurde eine Webseite mit den Anforderungen einer Zertifizierung eröffnet.

Für "Street View Mobile Ready" wird beispielsweise eine Kamera mit mehr als 7,5 Megapixeln erwartet, die mindestens fünf Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Erste Kameras mit der Zertifizierung sollen auf dem Street View Summit in Japan vorgestellt werden. Das zweitägige Event begann gestern in Tokio. (Denise Bergert) / (kbe)

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