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Technology Review

Kameradrohnen schießen Selfie-Filme

Mit den fliegenden Aufnahmestationen AirDog und Hexo+ können sich beispielsweise Sportler oder Outdoor-Abenteurer automatisch bei ihren Aktivitäten und Unternehmungen filmen lassen.

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Die Filmerei mit Drohnen liegt im Trend: Mittlerweile kann man für einen niedrigen vierstelligen Betrag Geräte erstehen, die auch für ambitionierte Amateure ausreichend gute Aufnahmen machen. Nur was, wenn man niemanden hat, der den Kamerakopter steuert? So genannte Follow-Me-Drohnen sind eine Lösung, berichtet Technology Review. Die Geräte lassen sich mit einer Gegenstelle am Boden koppeln und richten dann den Kamerablick auf diese. Das kann ein Skifahrer ebenso sein wie ein Wanderer oder Radler, selbst für Motorsportler ist die Fluggerätegeschwindigkeit ausreichend.

Die Hexo+ soll Anfang 2015 ausgeliefert werden

Mittlerweile gibt es gleich mehrere dieser Geräte, zwei Modelle sollen in diesem Jahr bzw. Anfang nächsten Jahres herauskommen – mit jeweils unterschiedlicher Technikphilosophie. Beim Hexo+ von Squadrone System übernimmt ein iPhone oder Android-Handy mit einer passenden App die Funktion der Bodenstation: Der Hexakopter folgt dem Gerät, das als Funk-"Beacon" dient, dann in einem wählbaren Abstand. Zuvor muss man nur den im Bild zu haltenden Aufnahmebereich wählen. Die Drohne fliegt bis zu 70 km/h schnell, das Smartphone kann in der Hosentasche verbleiben. Allerdings muss man aufpassen, dass die Verbindung bestehen bleibt.

So stellt sich Air Dog seine Selfie-Drohne vor

Noch etwas fortschrittlicher ist der AirDog. Statt einem Smartphone wird hierbei ein programmierbarer Tracker namens AirLeash verwendet, der noch etwas zuverlässiger sein soll als ein Smartphone. Die "Luftleine" kommuniziert drahtlos mit dem Quadrokopter. Eingestellt wird auch der AirDog über eine eigene App für Android und iOS.

Sowohl Hexo+ als auch AirDog kommen ohne Kamera, aber mit einer Halterung für die beliebten ActionCams von GoPro. Beide Drohnen sind über (mittlerweile erfolgreich abgeschlossene) Kickstarter-Crowdfunding-Projekte ins Leben gerufen worden. Für den Hexo+ werden bei Vorbestellung rund 1000 US-Dollar fällig, für den AirDog sogar 1300 US-Dollar. Es gelten die drohnenüblichen Einschränkungen wie die eher kurze Aufnahmezeit. (bsc)

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