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Kampf-Roboter unterstützen US-Soldaten im Irak

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Maschinengewehrsalven werden beim Kampf-Roboter SWORDS per Funk ausgelöst. (Klicken für Detailansicht)

Nahezu 1100 US-Militärs sind seit dem Einmarsch der USA in den Irak vor 22 Monaten bei Kampfeinsätzen ums Leben gekommen, schätzungsweise 20.000 wurden verwundet. Um ihre Soldaten besser zu schützen, will die US-Armee in Kürze 18 ferngesteuerte Kampf-Roboter in das Krisengebiet schicken. Die im vergangenen Dezember erstmals der Öffentlichkeit präsentierten so genannten SWORDS (Special Weapons Observation Reconnaissance Detection Systems) sind eine Weiterentwicklung der TALON-Roboter, die von den US-Streitkräften in großer Stückzahl bislang vor allem zur Minenräumung eingesetzt wurden.

Je nach Einsatzzweck lassen sich die rund 200.000 US-Dollar teuren SWORDS-Kampfmaschinen mit einem 5,56- oder 7,62-Millimeter-Maschinengewehr (M 249/240) ausrüsten. Per Funk werden Bilder von insgesamt vier Videokameras und zwei Nachtsichtgeräten an einen Kontrollstand übermittelt, von wo aus Soldaten die etwa einen Meter hohen Ketten-Fahrzeuge per Joystick steuern und per Knopfdruck Schusssalven abfeuern können. Die Lithium-Ionen-Batterien an Bord der Maschinen sollen bis zu vier Stunden lange Einsätze ermöglichen.

Nach Angaben von Armeesprechern lassen sich mit den Kampf-Robotern deutlich bessere Trefferergebnisse erzielen, als dies bei menschlichen Schützen der Fall ist. Hersteller Foster-Miller arbeitet unterdessen schon an einer Weiterentwicklung: Künftig sollen die SWORDS zusätzlich einen Granatwerfer oder vier 66-Millimeter-Raketen an Bord haben. Der für den Roboter verantwortliche Soldat soll die Kriegsmaschine dann über einen Gameboy-ähnlichen Controller steuern und dabei ein Head Mounted Display (HMD) tragen, in das unterstützende virtuelle Informationen eingespielt werden.

Siehe zum Thema Irak auch: (pmz)

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