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Kanada: General Motors investiert in selbstfahrende E-Autos

Hunderte neue Stellen für Software-Entwickler schafft General Motors in Kanada. Sie sollen die Vision vom Massen-Carsharing mit selbstfahrenden E-Mobilen verwirklichen helfen.

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Haupteingang zur Zentrale GM Canadas in Oshawa, Ontario

(Bild: Toni Rossini CC-BY 2.0)

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Prime Minister Justin Trudeau und Premier Kathleen Wynne mit GM-Canada-Chef Steve Carlisle und GMs Entwicklungschef Mark L. Reuss (v.l.n.r.)

(Bild: General Motors CC-BY-NC 3.0)

General Motors (GM) schafft in der kanadischen Provinz Ontario Hunderte neue Stellen für Software-Entwickler. Das hat das Unternehmen am Freitag bekanntgegeben. "Mit diesem Ausbau wird GM Canada eine wichtige Rolle in unserer Evolution spielen, hin zu Fahrzeugen, die vernetzt, autonom, geteilt und elektrisch sind", sagte GMs Entwicklungschef Mark Reuss.

Im April des Vorjahres hatte GM bereits Hundert neue Stellen für das Entwicklungszentrum in Oshawa östlich von Toronto verlautbart. Dieses Zentrum konzentriert sich auf vernetzte Fahrzeuge und umweltschonende Technik. Mit der damaligen Erweiterung wuchs die Belegschaft auf 300. Nun sagt GM, in den nächsten Jahren auf "bis zu 1.000 Stellen" aufstocken zu wollen.

So viele Leute haben in der Einrichtung in Oshawa aber keinen Platz. Daher wird in Markham, das im Norden des Großraums Toronto liegt, ein Entwicklungszentrum für KFZ-Software geschaffen. In Toronto selbst hat GM das Gelände eines Filmstudios erworben. Dort soll ebenfalls geforscht und entwickelt werden. Dazu kommen Büros, ein Verkaufsraum sowie eine Einrichtung in der sich Kunden über "Mobilitätsinnovationen" informieren sollen.

Flughafen Kapuskasing aus der Luft

(Bild: P199 CC-BY-SA 23.0)

Weil Kälte für Elektrofahrzeuge eine besondere Herausforderung darstellt, investiert GM überdies zehn Millionen kanadische Dollar in seine bestehende Kaltwetter-Teststätte. Diese befindet sich aber nicht etwa im kalten Norden Ontarios, sondern lediglich gut acht Autostunden nördlich Torontos im Ort Kapuskasing. GM nutzt unter anderem die Landebahn des dortigen Flughafens (YYU) für Fahrzeugtests.

Die Ankündigung der neuen Arbeitsplätze ist in Ontario überaus willkommen. Die Autobranche hat dort große wirtschaftliche Bedeutung. Alleine bei der unmittelbaren Produktion von Autoteilen und deren Zusammenbau sind in Ontario über 100.000 Menschen beschäftigt. Es ist auch die erste Provinz Kanadas, die Testfahrten selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen erlaubt.

GMs Investitionen sind die erste große gute Nachricht in der Branche seit über zehn Jahren, nachdem Toyota 2005 das letzte neue Werk eröffnet hatte. Daher beteiligten sich an der Ankündigung am Freitag in Oshawa auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau, Ontarios Premier Kathleen Wynne, sowie mehrere Minister. Wie hoch die Subventionen sind, die die Provinz GM für dessen Investitionen gewährt, wurde dabei aber nicht mitgeteilt. (ds)