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Kanadischer Admiral nach Selbstanzeige suspendiert

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Der Kommandeur der kanadischen Pazifik-Flotte, Admiral Eric Lerhe, ist von seinem Posten suspendiert worden, weil er von einem Militärcomputer aus Sexseiten im Internet angesurft hatte. Das gab das Flottenkommando der kanadischen Marine Ende vergangener Woche bekannt.

Der Admiral hatte sich im Februar bei seinem Vorgesetzten selbst angezeigt, nachdem gegen einen Untergebenen wegen eines ähnlichen Falls Anklage erhoben worden war. In einem von der Marine veröffentlichten Bekenntnis erklärte er, er habe befürchtet, bei dem Militärgerichtsverfahren gegen den Mann den Vorsitz führen zu müssen.

Lerhe gab an, im April vergangenen Jahres während eines Aufenthalts in San Diego mit dem Dienst-Notebook über seinen privaten Internet-Zugang mehrere Seiten von der Machart des Penthouse aufgerufen zu haben. Zwar sei die Sicherheit der Navy durch den Vorfall nie gefährdet worden, aber das Verhalten des Admirals sei "inkonsistent" mit seiner herausgehobenen Postion, hieß es weiter.

Die US-amerikanischen Nachbarn scheinen gegen Sexsurfer mit Dienstcomputer besser gewappnet zu sein. Die US-Armee hatte Anfang Mai angekündigt, auf den Rechnern an über hundert Militärstandorten Filter-Software installieren zu wollen. Eine Software nach Art der umstrittenen Net Nanny soll dafür sorgen, dass von Regierungscomputern aus keine Webseiten mit Sex- oder Glücksspielangeboten mehr besucht werden. (wst)