Menü

Kansas City: Google nimmt kostenlosen Glasfaser-Internetzugang aus dem Angebot

Wenige Wochen nachdem Google Fiber angekündigt hatte, bedürftigen Kunden in Kansas City kostenlos einen schnellen Internetanschluss anzubieten, macht das Unternehmen einen Rückzieher. Auch Bedürftige müssen künftig zahlen, wenn auch nicht viel.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 5 Beiträge

(Bild: Google Fiber)

Nachdem Google Fiber Anfang Februar angekündigt hatte, Sozialwohnungen in Kansas City im US-Bundesstaat Kansas kostenlos an schnelles Internet anzuschließen, zieht die Glasfaserabteilung des Konzerns Alphabet das Angebot nun zurück. Wie der Kansas City Star berichtet, will Google Fiber ab Mitte Mai nur noch kostenpflichtige Optionen für Glasfaser-Internetanschlüsse anbieten. Bedürftige – für die ursprünglich der kostenlose Anschluss gedacht war – sollen nun für 15 US-Dollar im Monat einen Anschluss mit 25 MBit/s buchen können. Diese Option soll es aber nur in Stadtvierteln geben, in denen besonders wenige Bewohner einen Internetanschluss haben. Wo das möglich ist, wolle Google Fiber anhand staatlicher Daten selbst festlegen.

Kansas City war mit Austin und Provo eine der ersten Städte, in denen Google Fiber seine Glasfaserkabel verlegte. Für 50 bis 130 US-Dollar im Monat bekommen Kunden dort einen Internetanschluss mit 100 MBit/s beziehungsweise 1 GBIt/s plus TV-Anschluss. Für den kostenlosen Anschluss mussten bedürftige Kunden lediglich einmalig beziehungsweise in Raten 300 US-Dollar Anschlussgebühr bezahlen und bekamen dafür schnelles Internet. Die Verträge galten bis zu sieben Jahre lang. Bereits abgeschlossene will Google Fiber erfüllen, neue sollen aber ab dem 19. Mai nicht mehr dazukommen, erläutert der Kansas City Star. (mho)