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Karmann will bis zu 60 Mitarbeiter wegen Internet-Nutzung am Arbeitsplatz entlassen

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Wegen Surfens im Internet während der Arbeitszeit prüft der Osnabrücker Cabrio-Bauer Karmann die Entlassung von bis zu 60 Mitarbeitern. Es handle sich um "nur wenige Einzelfälle, wenn man bedenkt, dass wir 8000 Mitarbeiter haben", erklärte Unternehmenssprecher Christian Eick gegenüber dpa. Dabei gehe es um sehr grobe Verstöße gegen eine betriebliche Richtlinie, die das private Surfen verbiete.

Laut einem heute erschienenen Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung schreibt diese betriebliche Richtlinie vom Dezember 2000 vor, dass das Internet "ausschließlich für betriebliche Zwecke des Unternehmens einzusetzen" sei. Zum Schutz von Geschäftsinformationen und vor Viren dürfen demnach bei Karmann Internetprozesse stichprobenartig kontrolliert und Internetzugriffe protokolliert werden.

Der Zeitung zufolge befürchtet Harald Klausing, Betriebsratsvorsitzender bei Karmann, dass die Hälfte der 60 verdächtigten Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Offenbar kursiert unter der Belegschaft der Vorfwurf, das Unternehmen suche derzeit nach Vorwänden, in seiner wirtschaftlich schwierigen Situation Mitarbeiter zu entlassen. (hob)