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Kartellamt-Ärger für Amazon Marketplace

Das Bundeskartellamt prüft, ob es gegen Amazon ein Verfahren eröffnen wird. Der E-Commerce-Riese hatte Ende März [1] die Regeln für die Händler geändert [2] , die auf dem Amazon Marketplace Waren verkaufen: Seit 31. März dürfen sie auf dem Marketplace keine höheren Preise verlangen als anderswo.

Hintergrund der Regelung ist, dass einige Marketplace-Händler die an Amazon zu entrichtenden Gebühren auf den Preis aufschlagen und die Ware im eigenen Online-Shop oder bei eBay billiger anbieten. Nach einer Übergangsfrist bis Anfang Mai droht Amazon diesen Händlern nun mit dem Ausschluss von der Handelsplattform, meldet die Wirtschaftswoche [3]. Außer dem Kartellamt [4] interessiert sich auch der Verein Wettbewerbszentrale [5] für diese AGB-Regelung, die Amazon in anderen Ländern [6] bereits eingeführt habe. Der Rechtsexperte Johnannes Richard [7] bezeichnete die Regelung als "eindeutig kartellrechtswidrig". (heb [8])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-985698

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[1] https://www.heise.de/meldung/Amazon-verlangt-von-seinen-Haendlern-gleichgeschaltete-Preise-964432.html
[2] http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?ie=UTF8&nodeId=200465100
[3] http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/bundeskartellamt-ueberprueft-amazon-geschaeftsbedingungen-428428/
[4] http://www.bundeskartellamt.de/
[5] http://www.wettbewerbszentrale.de/de/home/
[6] http://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?ie=UTF8&nodeId=1161240
[7] http://www.internetrecht-rostock.de/
[8] mailto:heb@ct.de