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Kartellermittlung gegen Facebook erhält Zulauf vieler US-Staaten

Zuerst wollten acht US-Bundesstaaten klären, ob Facebook den Wettbewerb behindert. Nun beteiligen sich fast alle US-Staaten.

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(Bild: Lloyd Carr/Shutterstock.com)

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Dutzende US-Bundesstaaten haben sich einer Allianz angeschlossen, die kartellrechtliche Bedenken gegen Facebook prüfen will. Das Bündnis zählt einer Mitteilung vom Dienstag zufolge mittlerweile 47 Generalstaatsanwaltschaften. Damit steht die überwiegende Mehrheit der US-Bundesstaaten hinter der Untersuchung. Die Facebook-Aktie reagierte mit deutlichen Kursverlusten auf die Nachricht. Als New Yorks Staatsanwältin Letitia James die Ermittlung im September ankündigte, waren zunächst acht Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington, D.C. mit dabei.


Die Untersuchung soll klären, ob Facebook den Wettbewerb behindert und die Datensicherheit vernachlässigt hat. Zudem soll ermittelt werden, ob Nutzer in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt und die Preise für Werbeanzeigen in die Höhe getrieben wurden. Im Juli hatten bereits die Kartellwächter des US-Justizministeriums eine weitreichende Untersuchung großer Online-Plattformen angekündigt. Darüber hinaus hatte sich Facebook nach den Datenschutz-Skandalen der vergangenen Jahre auch schon mit der US-Handelsaufsicht FTC auf eine Rekordstrafe von fünf Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) geeinigt. (mho)