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Kauft Intel den Alpha-Prozessor von Compaq?

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Die Gerüchte, die der bekannte schottische Journalist und "Graswachshörer" Mike Magee in der vorigen Woche auf seiner Newssite theinquirer verbreitete, verdichten sich: Compaq will das Alpha-Design samt Designteam verkaufen. Vor allem ein potenzieller Käufer kommt in Frage: Intel. Schließlich muss Intel nach einer Auflage der Federal Trade Commission (FTC) die Alpha-Prozessoren in den vor vier Jahren übernommenen ehemaligen DEC-Fabriken fertigen. Intel könnte die langjährigen Erfahrungen der DEC-Entwickler mit 64-Bit-Software für IA-64 gut gebrauchen. Insbesondere auch Techniken aus den in der Entwicklung befindlichen nächsten Alpha-Generationen kämen gelegen. Vor allem der EV8 mit seiner Simultaneous Multithreading Technology (SMT) wird von vielen Fachleuten gegenüber IA-64 als überlegen eingeschätzt.

Neue Nahrung bekam das Gerücht heute, nachdem das Wall Street Journal von Compaqs Absichten einer groß angelegten Neustrukturierung berichtete – weg von defizitären Hardwarebereichen, hin zu einem mehr Service- und Software-orientierten Konzern. Gemäß dem Vorbild IBM will jetzt auch Compaq die Hardware mehr im Rahmen von Gesamtlösungen vermarkten, verkündete Compaq-Chef Michael D. Capellas seinen Mitarbeitern in einem Memo. Der Service-Anteil am Geschäftsvolumen soll innerhalb der nächsten vier Jahre von derzeit einem Fünftel auf ein Drittel wachsen. Nichtsdestotrotz will Compaq den Absatz von PCs und PC-Servern steigern – und mithin den Marktanteil im zweiten Halbjahr um zwei Prozentpunkte. (as)