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Kein "Arsch" bei T-Online

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Der Internetprovider mit dem markanten Magenta sorgt sich um seine Kunden wie eine Mutter: Damit keines der rosa Schäfchen seine Augen bösen Worten aussetzen muss, gibt es sogar eine Schwarze Liste, die verbotene Buchstabenkombinationen enthält, welche zum Beispiel auf diverse Körperöffnungen hinweisen.

Leider befinden sich unter den T-Onlinern auch unfreiwillige Ärsche. Ein Blick ins Telefonbuch zeigt das ganze Ausmaß des Schreckens: Marschall, Garschhammer, Darscheid, Harsch, Jarsch, Zarschizky, Arschak; die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Will so jemand seinen richtigen Namen als E-Mail-Alias beantragen, erhält er oftmals eine Nachricht, wie sie einem unserer Leser präsentiert wurde:

Sehr geehrter Herr Dr. [...],

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider ist es nicht möglich, den Alias so einzurichten,
da ein Bestandteil Ihres Namens auf der Black List steht.

Wir bitten Sie, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen

T-Online International AG

Der gute Mann kam sich dann doch ein wenig verarscht vor und stellte eine Liste zusammen, deren Auszüge gerade zu lesen waren. Laut Telekomsprechern sei das Verhalten "seltsam", doch wurde die Arschkarte gleich an die Technik weitergereicht, die sich jetzt darum kümmert.

"Wir arbeiten an einer Lösung, die es ermöglichen soll, Namensbestandteile in Zukunft nicht mehr auszuschließen", verspricht die Telekom-Tochter. In der Zwischenzeit müssen Besitzer solcher Namen mit einer anderen Mailkennung vorlieb nehmen. Bedauerlicherweise konnten wir die Blacklist der bösen Wörter nicht einsehen, vermuten jedoch schlechte Chancen auch für die vielen Mösers, Marschweins und anderen Menschen mit politisch inkorrekten Zeichenfolgen im Nachnamen. (cgl)

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