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Kein Konsens über Umgang mit Killerrobotern

In Genf beraten mehr als 70 Regierungsvertreter über autonome Waffen. Bisher konnten sie sich nicht einigen.

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Kein Konsens über Umgang mit Killerrobotern

Eine Drohne vom Typ "Global Hawk" der US Air Force. Vollständig autonome Drohnen könnten ähnlich aussehen.

Die Weltgemeinschaft streitet in Genf weiter über den Umgang mit tödlichen autonomen Waffen, sogenannten Killerrobotern. Bei den Verhandlungen der mehr als 70 Regierungsvertreter zeichnete sich vor Abschluss der Tagung am Freitag zunächst kein Konsens ab.

Es geht darum, ob ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag nötig ist, um einen rechtlichen Rahmen für Herstellung oder Einsatz solcher Waffensysteme zu schaffen. Gegner fordern ein Verbot. Aber Länder wie die USA, Israel und andere, die eine große Waffenindustrie haben, sind dagegen. "Aus US-Sicht liegt kein Wert an sich darin, eine Waffe von Menschenhand zu bedienen und nicht durch ein autonomes System", sagte diese Woche der US-Vertreter in der Expertenrunde, Karl Chang.

Autonome Waffen sind so programmiert, dass sie mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst lernen, was ein Ziel ist und dieses ohne menschliches Zutun zerstören. Es kann sich um Drohnen handeln, aber auch um Schiffe, Panzer, Raketenwerfer und andere Waffen. Sie werden bislang noch nicht eingesetzt.

Deutschland und Frankreich haben als Kompromiss eine politische Erklärung vorgeschlagen. In einem Entwurf, der der dpa vorliegt, hieß es, die Parteien "betonen, dass Menschen weiterhin die letztlichen Entscheidungen über den Einsatz von tödlichen Waffen fällen und genügend Kontrolle über tödliche Waffen behalten, die sie einsetzen." Teilnehmer waren skeptisch, dass es dafür eine Mehrheit geben würde. Kritiker sagen, so ein Papier wäre ohnehin unverbindlich und erwecke damit nur den Anschein, dass wirklich etwas zum Schutz der Menschen vor solchen Waffen getan würde. (anw)