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Kein Support aus Amerika

Wer in der nächsten Woche beispielsweise die Zentrale von Compaq, Adobe oder Sun erreichen möchte, darf sich auf längere Wartezeiten gefasst machen. Wegen des Independence Day [1] am vierten Juli ist einmal ein Feiertag, und zusätzlich schließen die meisten amerikanischen Computerfirmen gleich die gesamte Woche. Alle nichtessenziellen Bereiche sollen in diesem Zeitraum geschlossen bleiben, dazu gehört nach Meinung der Firmen auch der Kundenservice. Den Mitarbeitern wird nahe gelegt, entweder ihren Urlaub zu verwenden oder unbezahlt frei zu nehmen, meldeten am heutigen Freitag amerikanische Nachrichtenagenturen. Compaq schickt demnach 30.000 seiner 33.000 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub, Hewlett-Packard, Adobe und Sun Microsystems verfolgen ähnliche Pläne.

Ziel der Computerfirmen ist es angesichts der momentanen Flaute, Kosten zu sparen. Zudem ist der Sommer normalerweise die umsatzschwächste Jahreszeit der Computerindustrie. Firmen können so außerdem die angesparten Urlaubstage ihrer Mitarbeiter abbauen. Lediglich der Bundesstaat Kalifornien macht den Plänen der hohen Herren einen Strich durch die Rechnung. Wegen der dort herrschenden Arbeitnehmerschutzgesetze müssen die Unternehmen befürchten, Betriebsferien nicht von den Urlaubstagen der Arbeitnehmern abziehen zu können. Kalifornische Computerarbeiter sollen daher von zu Hause aus arbeiten dürfen. (art)


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[1] http://www.dzn.com/~lhindi/Declaration-of-Independence-Day.html