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Kein i-Mode in Indien für Vodafone und Hutch

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Die vom japanischen Netzbetreiber NTT Docomo entwickelte Plattform für mobile Dienste i-Mode ist in Japan ein Hit, konnte sich in nördlicheren Gefilden bisher aber nicht richtig durchsetzen. Nach der Übernahme des indischen Providers Hutchison Essar (Hutch) durch Vodafone wird es nun auch erst einmal nichts mit dem i-Mode-Debüt auf dem enorm schnell wachsenden Mobilfunkmarkt des Subkontinents. Eine im Dezember getroffene Lizenzvereinbarung zwischen NTT Docomo und Hutch, nach der i-Mode im Netz des indischen Providers noch im Jahr 2007 starten sollte, haben beide Unternehmen am gestrigen Montag einvernehmlich annulliert.

Hintergrund sind die neuen Eigentumsverhältnisse bei dem viertgrößten Netzbetreiber Indiens. Nach langem Bietergerangel hatte sich zuletzt der Branchenriese Vodafone erfolgreich um Hutchison Essar und seine 23,3 Millionen Kunden bemüht. Der neue Mehrheitseigner bringt mit Vodafone Life eine eigene Plattform mit Internet-Diensten mit, die nun auch in Indien etabliert werden soll. "Beide Firmen haben angesichts der veränderten Geschäftslage den Schluss gezogen, dass es gegenwärtig schwierig wäre, i-Mode zu starten und sind übereingekommen, nicht weiterzumachen", heißt es in einer kurzen Mitteilung der Japaner. (vbr)