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Keine 3D-Brille erforderlich: Avatar 2 könnte mit Autostereoskopie-Technik in die Kinos kommen

Der zweite Teil von James Camerons Umweltschutz-Epos Avatar soll 2020 in die Kinos kommen: In 3D, aber womöglich ohne 3D-Brillen-Zwang.

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Brach an der Kinokasse alle Rekorde: "Avatar".

(Bild: Fox)

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Dass "Avatar" 2009 an den Kinokassen das beste Einspielergebnis aller Zeiten erzielte, lag nicht nur an der inhaltlichen Qualität des Films – sondern auch an der 3D-Technik, für die die Kinobesucher einen satten Aufschlag zahlen mussten. Avatar war zwar nicht der erste 3D-Film, er gilt aber als Auslöser des immer noch andauernden Stereoskopie-Hypes: Nach wie vor haben 3D-Filme in Deutschland einen Marktanteil von fast einem Viertel. Weniger beliebt ist 3D zuhause: Bei PC-Monitoren und Fernsehern konnte sich die Technik nie richtig durchsetzen, was vermutlich an den unbeliebten Shutter- und Polfilterbrillen liegt.

Für den zweiten Avatar-Film, der immer wieder verschoben wurde und nun für Ende 2020 angekündigt ist, könnte Regisseur James Cameron abermals eine neue Technik einführen – und auf die Brillen verzichten: Laut "Inquisitr" und "Stereoscopy News" habe Cameron seine Zusammenarbeit mit dem Projektorhersteller Christie um fünf Jahre verlängert. Die Christie-Laserprojektoren seien erstmals hell genug, um brillenloses 3D per Parallaxbarrieren zu bewerkstelligen. Das Prinzip ist recht simpel: Streifenmasken vor der Leinwand sollen dafür sorgen, dass die Augen der Zuschauer unterschiedliche Bilder zu sehen bekommen. Bereits 1930 wurde ein Moskauer Kino mit der Technik umgerüstet. Das Problem der Streifenmasken-Stereoskopie: Sie schluckt nicht nur Licht, auch die Auflösung verringert sich.

Laut "Stereoscopy Now" habe sich Cameron bereits für die von einem internationalen Forscherteam entwickelte "Cinema 3D"-Technik entschieden. Das Prinzip beschreiben die Forscher in einem Paper, das hier als PDF vorliegt. (jkj)