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Keine Kabel, drahtlose Aufladung: Eden Snacker macht VR einfacher

VR ist grundsätzlich mit etwas Gefummel verbunden. Mit dem autarken Headset Eden Snacker soll das Abtauchen reibungsloser gelingen.

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Aufsetzen, Kopfgurt festziehen – und dann ist häufig der Akku leer: Auch autarke Virtual-Reality-Headsets, die ohne PC-Verbindung laufen, kann man nicht einfach ohne betreuendes Personal in Geschäften oder auf Messeständen einsetzen. Das will das südafrikanische Start-up Eden nun ändern: Auf der Fachmesse VR Days in Amsterdam hat Eden den "Snacker" vorgestellt, ein VR-Headset, das das Abtauchen in VR maximal vereinfachen will.

Ankündigungsvideo Eden Snacker (Quelle: Eden)

Statt eines Kopfgurts gibt es einen Handgriff, statt eines Netzkabels eine induktive Ladestation – und statt von außen schwierig zu erklärender Software-Bedienung im Headset kann man die VR-Inhalte per Tablet steuern. Entweder macht das ein Mitarbeiter oder der Benutzer im Selbstbedienungs-"Kiosk"-Modus selbst. Das Headset kommuniziert über eine in der Ladestadion eingebaute Schnittstellen-Platine ("BlackBoard") mit dem Server, die neben WLAN und LTE auch 5G unterstützt.

Mit dem Handgriff können sich VR-Benutzer das Headset einfach vor die Augen halten, um Gefummel mit dem Kopfband oder zerstörten Frisuren vorzubeugen. Snacker will VR für Unternehmen unkompliziert machen, wie die Oculus Quest es für Verbraucher macht, erklärt Eden-Europachef Dominic Eskofier.

Das Headset basiert technisch auf dem chinesischen Modell Skyworth S1. Eden hat das Gerät aber um einen patentierten Handgriff und eine Induktivladefunktion ergänzt. Im Snacker steckt ein 72-Hz-LC-Display mit 3840 × 2160 Pixeln (pro Auge 1920 × 2160). Das Sichtfeld gibt Eden mit 105 Grad an.

Angetrieben wird das Gerät von einem Samsung Exynos 8895 mit 2,5 GHz und 4 GByte RAM. Das SoC steckt auch in Samsungs Galaxy-S8-Smartphones und ist in etwa so leistungsstark wie der Snapdragon 835 – das ist der Chip, mit dem auch die Oculus Quest arbeitet. Der Snacker-Akku fasst 3500 mAh, neben 60 GByte integriertem Flashspeicher gibt es einen SD-Karten-Slot.

Der Eden Snacker soll 2020 auf den Markt kommen, ein Preis steht noch nicht fest. Unklar ist bislang auch noch, ob man das Gerät nur über die Eden-Softwareplattform mit Inhalten bestücken darf, oder ob man auch eigene Android-APKs installieren oder das Gerät an einen PC anschließen kann. (vbr)