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Keine Plasmafernseher mehr von LG

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LG Electronics will künftig offenbar keine Plasmafernseher mehr produzieren. Wie der Brancheninformationsdienst Digitimes berichtet, will das koreanische Unternehmen seine Fertigungsanlagen an den in China beheimateten Elektronikkonzern Changhong verkaufen. Allerdings ist Changhong wegen der Wirtschaftslage aktuell nicht flüssig, weshalb die beiden Firmen noch keine abschließende Einigung über den Kaufpreis erzielen konnten. Das chinesische Unternehmen hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen US-Dollar durch das Erdbeben in Sichuan verloren und erwartet deshalb für 2008 einen Netto-Umsatzverlust von über 50 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2007.

Ein Grund für den Ausstieg von LG aus dem Plasmabereich sei der starke Preisdruck durch die konkurrierende LCD-Technik – von der unter anderem Panelhersteller LG.Displays aus dem koreanischen Firmenimperium lebt. Die LCD-Sparte von LG hatte das erste Quartal allerdings mit Verlusten abgeschlossen. Durch den Preisverfall der großen LCD-Fernseher konnten diese die meistverkauften Plasmaschirme mit 42 Zoll Diagonale (1,07 Meter) weitgehend aus dem Markt drängen, so die Marktforscher. Weltweit sollen in diesem Jahr 14,9 Millionen Plasma-TVs verkauft werden, von denen LG Electronics drei Millionen Stück beisteuern sollte.

Erst im Februar hatte sich Pioneer von der Plasma-TV-Herstellung verabschiedet und in diesem Zug 10.000 Mitarbeiter entlassen. Zuvor hatte Pioneer bereits die Panelfertigung an Panasonic verkauft. Panasonic ist der weltgrößte Produzent von Plasmapanels, fertigt selbst Plasmafernseher, bietet zugleich LCD-Geräte an und betätigt sich wie LG als LCD-Panel-Produzent. Dritter großer Fernsehgeräteproduzent und Panelhersteller mit Plasma- und LCD-Technik ist der koreanische Samsung-Konzern. (uk)