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Keine Strafverfolgung für Uber nach Roboterauto-Crash in Arizona

US-Staatsanwälte fanden ein Jahr nach dem tödlichen Unfall in Tempe, Arizona keine Grundlage, um den Fahrdienstvermittler zu belangen

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Selbstfahrendes Uber-Fahrzeug in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania.

(Bild: dpa, Uber)

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Uber muss nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen wegen des ersten tödlichen Unfalls mit einem Roboterauto vor rund einem Jahr rechnen. US-Staatsanwälte fanden in langwierigen Untersuchungen keine Grundlage, um den Fahrdienstvermittler zu belangen. Zum Verhalten der Pilotin, die während des Unfalls am Steuer saß, soll es aber weitere Ermittlungen geben, hieß es in einem Brief der lokalen Staatsanwaltschaft des Yavapai County, der unter anderem vom US-Sender 12 News aus dem NBC-Verbund veröffentlicht wurde.

Bei dem Unfall in der Stadt Tempe in Arizona hatte der vom Computer gesteuerte Uber-Wagen bei einer abendlichen Testfahrt eine Frau, die die mehrspurige Straße überquerte, erfasst und getötet.

Die Frau hatte ein Fahrrad, an dem mehrere Plastiktüten hingen, neben sich hergeschoben. Laut einem Zwischenbericht von Unfallermittlern der US-Behörde NTSB hatte die Software des Uber-Autos Probleme, zu erkennen, was sie sah. Der Wagen bremste nicht, auch die Sicherheitsfahrerin reagierte erst als es zu spät war. Auf Videos aus dem Auto ist zu sehen, wie sie kurz vor dem Unfall nach unten am Armaturenbrett entlang schaut. Nach Angaben der Polizei lief auf ihrem Smartphone eine Episode der Castingshow "The Voice".

Es wurde zunächst keine nähere Begründung für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft bekannt. Uber hatte in dem umgebauten Volvo-SUV den vom Hersteller installierten Notbrems-Assistenten abgeschaltet. Das Unternehmen hatte zuvor auch beschlossen, die Testfahrten nur noch mit einem Menschen an Bord statt zuvor zwei Personen durchzuführen.

(anw)