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Kelihos-Botnetzbetreiber bekennt sich schuldig

Der Betreiber des Kelihos-Botnet hat sich vor einem US-Bezirksbericht für schuldig bekannt. Bis zur Urteilsverkündung bleibt der Hacker in Haft.

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Hacker

(Bild: dpa, Nicolas Armer/Symbolbild)

Der 38-jährige russische Staatsbürger Pyotr Y. L. aus St. Petersburg hat sich vor einem US-Bundesgericht in Connecticut für schuldig befunden, das Botnet Kelihos betrieben zu haben. Neben dem Versand von Spam-Mails verschaffte sich der Betreiber Anmelde- und Kreditkartendaten und verbreitete Ransomware sowie weitere Schadsoftware. Die unrechtmäßig erworbenen Informationen bot der Angeklagte in Online-Foren an, teilte das US-Justizministerium mit.

Der auch unter verschiedenen Namen agierende Hacker kontrollierte zwischen Ende der neunziger Jahre und 2017 laut den Gerichtsunterlagen neben Kelihos auch das Botnet Storm und Waledac. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung im vergangenen Jahr umfasste Kelihos mindestens 50.000 infizierte Computer. Bis zur Urteilsverkündung, die für den 6. September 2019 angesetzt ist, bleibt der Angeklagte in Haft.

Levashov wurde von der spanischen Polizei aufgrund eines FBI-Haftbefehls 2017 in Barcelona festgenommen. Kurz nach der Festnahme leitete das FBI Maßnahmen ein, um das Botnetz Kelihos stillzulegen. Anfang 2018 wurde Levashov von den spanischen Behörden in die USA ausgeliefert. (bme)

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