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Keramische Brennstoffzellen für Notebooks

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Stromfressenden Elektrogeräte wie Notebooks können herkömmliche Akkus und Batterien nur zu begrenzter Laufzeit abseits des Stromnetzes verhelfen. Als Energielieferant der Zukunft gelten Mikrobrennstoffzellen, einige Unternehmen haben bereits Prototypen vorgestellt. Ihr Einsatz in mobilen Rechnern scheitert bislang aber an der durch die zahlreichen Einzelteile sehr teuren Produktion. Die Hitzeentwicklung und die damit verbundene notwendige Ableitung der Wärme aus dem Notebook stellen ein weiteres Problem dar.

Forscher des Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden haben nun eine neue Methode zur Herstellung von Mikrobrennstoffzellen entwickelt, die auf Keramik als Baustoff setzt. Die Spezialkeramik LTCC (Low Temperatured Cofired Ceramic), die bereits in der Chipindustrie als Trägermaterial für mikroelektronische Bausteine genutzt wird, dient den Wissenschaftlern als Grundlage für ein kostengünstiges Produktionsverfahren.

LTCC erlaube es nicht nur, Strukturen für das Minikraftwerk an der Oberfläche aufzubringen, sondern gleichzeitig können im Inneren die erforderlichen Kanäle für den Transport der Brennstoffe angelegt werden, erklärt Dr. Michael Stelter vom Fraunhofer-Institut. Der widerstandsfähige Werkstoff Keramik biete zudem den Vorteil, die Brennstoffzelle außer mit den typischen Treibstoffen wie Wasserstoff oder Methanol auch mit Exoten wie Ameisensäure zu betreiben. "Sie ist ein sehr guter Energielieferant, der jedoch gewöhnliche Brennstoffzellenmaterialien zersetzt", erläutert Stelter. (map)