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Kernel-Log: Was 2.6.28 bringt (8) - Video4Linux/DVB, (Wireless-)USB, Hardware-Monitoring und Eingabegeräte

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Mehr als 500 der im Hauptentwicklungszweig für 2.6.28 vorgenommenen Commits verändern den Code im Video-4-Linux-/DVB-Subsystem und bringen dabei einige neue Treiber und zahlreiche Verbesserungen mit (1, 2, 3, 4, 5) – etwa ein Gspca-Treiber für den Chip M5602 von ALi oder eine große Überarbeitung des Gspca-Treibers t613. Zudem lässt sich nun bereits bei der Konfiguration festlegen, welche der Gspca-Treiber man tatsächlich übersetzen möchte. Den Treiber für die Terratec Cinergy T2 ersetzten die Kernel-Hacker gegen einen neuen. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für die DVB-S2-Chips cx24116, si21xx und stv0288; die Treiber cx88 und dw2102 wurden parallel um DVB-S2-Unterstützung erweitert.

Über die USB-Subsystem-Verwalter fanden unter anderem zahlreiche größere Patches den Weg in den Kernel, die Unterstützung für Ultra-Breitband-Technologie (UWB/Ultra Wide Band) und das diese nutzende Wireless USB nachrüsten:

Neu ist ferner der Treiber fsl_qe_udc für den QE/CPM USB Device Controller von Freescale und ein USB test and measurement class driver für Geräte, die der USB.org-Spezifikation für "USB Test and Measurement devices" entsprechen.

Größere Umstrukturierungen im Code des Subsystems für Eingabegeräte (HID/Human Input Devices) sollen dessen Wartung in Zukunft vereinfachen. Für die in vielen Eee PCs von Asus verbauten Touchpads von Elantech wird Linux 2.6.28 einen speziellen Treiber mitbringen, der zusammen mit aktuellen Versionen des Synaptics-Treibers erweiterte Touchpad-Gesten erlaubt (Dokumentation). Neu bei 2.6.28 ist ferner der Treiber adt7462 für den Hardware-Monitoring-Chip ADT7462 von Analog Devices; dem Hwmon-Subsystem des Kernel fehlt allerdings weiterhin ein offizieller Verwalter. Weitere Commits zu den erwähnten Themengebieten:

USB:

Input/HID:

V4L/DVB:

Hardware-Monitoring/I2C:

Weitere Hintergründe und Informationen rund um Entwicklungen im Linux-Kernel und dessen Umfeld finden sich auch in den vorangegangen Ausgaben des Kernel-Logs auf heise open:

Ältere Kernel-Logs finden sich über das Archiv oder die Suchfunktion von heise open. (thl)