Kickstarter-Kampagne: Mit Jagged Alliance zurück zu den Wurzeln

Mit einer Kickstarter-Kampagne will das Entwicklerstudio Full Control das rundenbasierte Strategiespiel "Jagged Alliance: Flashback" finanzieren und damit die genredefinierende Reihe fortsetzen. Dank Unity-Engine soll es das Spiel auch für Linux geben.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 36 Beiträge
Von
  • Kai Wasserbäch

Das zwölf Mitarbeiter starke Kopenhagener Studio Full Control will mit einer Kickstarter-Kampagne genug Geld einsammeln, um das rundenbasierte Strategiespiel "Jagged Alliance: Flashback" im Stil der bis heute genredefinierenden ersten beiden Titel umsetzen zu können. Der Einsatz der Unity-Game-Engine für das Rendering in 3D ermöglicht neben einer Version für Windows und Mac OS X auch eine Linux-Version. Die Vorversion Jagged Alliance 2 wurde erst im Nachhinein von Tribsoft auf Linux portiert. Das Spiel soll für alle Plattformen auch DRM-frei erhältlich sein.

Das Studio will die Unterstützer so früh wie möglich in den Entwicklungsprozess einbeziehen, um ein Spiel "von Spielern für Spieler zu machen". Wie in den ersten beiden Titeln der Serie soll das Spiel taktisch und strategisch anspruchsvoll sein. An der grundsätzlichen Steuerung wollen die Entwickler nur wenig ändern: so wird die Sektorenkarte ebenso wieder mit dabei sein, wie die isometrische Taktik-Ansicht.

Kickstarter-Video zu "Jagged Alliance: Flashback"

Nach der Freigabe des Jagged-Alliance-Quellcodes entstanden zwei größere Projekte daraus: zum Einen das wohl bekanntere "Jagged Alliance 2 1.13", das zahllose Verbesserungen, Bugfixes und die Integration weitergehender sowie einfacherer Modding-Fähigkeiten enthält, als auch JA2-Stracciatella, das seinen Fokus auf die Behebung von Bugs und Verbesserung der Plattformunabhängigkeit durch eine Portierung auf SDL legt. Laut den Entwicklern sollen insbesondere Ideen aus dem 1.13-Projekt auch in das geplante "Jagged Alliance: Flashback" integriert werden. Flashback soll zeitlich vor den ursprünglichen Spielen angesiedelt sein und die Entstehungsgeschichte der fiktiven Söldnerorganisation A.I.M. während des Kalten Krieges erzählen.

In nur zwei Tagen sind von den mindestens benötigten 350.000 US-Dollar bereits über 54.000 US-Dollar zusammengekommen. Ausschlaggebend dafür könnte zum Beispiel die frühe Unterstützung durch Brian Fargo sein, der erst kürzlich mit Torment: Tides of Numenera Kickstarter-Rekorde gebrochen hat (das am schnellsten finanzierte und das höchstfinanzierte Spiel). (lmd)