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Kickstarter-Projekt Voltera-Schaltungsdrucker in 35 Minuten finanziert

Der Voltera V-One druckt mit einer Silbertinte SMD-Layouts auf Platinen. Die gerade gestartete Kickstarter-Kampangne hatte das Ziel von 70.000 US-Dollar bereits nach 35 Minuten erreicht, die erste Geräte-Charge ist schon ausverkauft.

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(Bild: Voltera)

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Der Prototyp-Schaltungs-Drucker V-One des kanadischen Start-up-Unternehmens Voltera soll Leiterbahnen auf FR4-Fiberglas-Platinenrohlinge drucken und damit das zeit- und arbeitsintensive Ätzen überflüssig machen. Die nun gestartete Kickstarter-Kampagne brauchte nur 35 Minuten, um die avisierten 70.000 US-Dollar Startkapital einzubringen. Zurzeit steht sie bei über 250.000 Dollar, dabei läuft sie noch 27 Tage. Die mit 1200 Dollar günstigen Early-Bird-Geräte sind bereits vergriffen, der normale Preis für den V-One-Drucker soll bei 1500 US-Dollar liegen.

Einen Prototypen des V-One hatte Voltera Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt. Leiterbahnen druckt er mit einer Leitsilber-Tinte, die minimale Dicke soll bei 0,2 Millimeter liegen. Der mit der Tintenpatrone kombinierte Druckkopf ist mit einem Griff austauschbar.

Durch einfachen Austausch der Druckkopf-Patronen-einheit kann der V-One auch Lötpaste zum späteren Reflow-Löten aufbringen.

(Bild: Voltera)

Zum Wechseln gibt es eine Isolationstinte, sodass sich auch zweilagige Schaltungs-Layouts drucken lassen. Außerdem kann der Drucker auch Lötpaste auftragen. Die Grundplatte lässt sich auf 250 Grad erhitzen, was Reflow-Löten ermöglicht. Nur das Bestücken der Platine mit Bauteilen muss man noch von Hand vornehmen. Maximal kann die Platine 13,8 cm × 10,2 cm, Standard-Eurokarten passen also nicht ganz auf den V-One. Maximal darf die Platine 3 mm dick sein.

Nach der erfolgreichen Kickstarter-Finanzierung plant Voltera, im Juli mit der Produktion zu beginnen. Die ersten Early-Bird-Geräte (Batch 1) will der Hersteller dann ab September 2015 ausliefern, die noch bestellbaren Batch-2-Drucker dann im Januar 2016. (rop)